Schreiben beginnt für mich mit Zuhören.

Nicht als Technik,
sondern als Haltung.
Als Bereitschaft, da zu bleiben,
bevor etwas Form annimmt.

Ich schreibe, um wahrzunehmen.

Praxis

Ich höre zu, stelle Fragen und schreibe auf,
was gesagt wird.

In Performances setze ich mich in öffentliche Räume.

Mit einem Stift und einer langen Rolle Papier. Ich frage Menschen,
was ihnen wichtig ist im Leben
und schreibe ihre Antworten auf.

Manches entsteht im Gespräch.
Manches im Schweigen.
Manches erst später, beim erneuten Lesen.

Form wird verschieden

Nicht alles, was geschrieben wird, bleibt Text.

Manches wird zu einem Buch. Manches zu einer Workshop. Oder einer Zeichnung.
Manches zu etwas anderem,
das noch keinen Namen hat.

Die Form ergibt sich aus dem, was gesagt werden will.
Nicht umgekehrt.

Haltung

Schreiben ist für mich kein Produzieren von Inhalten.
Es ist ein Ort, an dem Gedanken auftauchen dürfen,
ohne sofort nützlich zu sein.

Ich schreibe nicht, um zu erklären.
Ich schreibe, um Räume zu öffnen.

Werkraum

Ein Teil dieser Arbeit hat Buchform angenommen.

Veröffentlichung im Frühjahr 2026

Öffnung

Schreiben ist eine fortlaufende Praxis.
Sie verändert sich,
je nachdem, wo ich bin
und wem ich begegne.